Auszüge aus dem Leitbild der Lebensgemeinschaft:

Wir sind eine Einrichtung voller Leben, mit allen Eigenarten und Merk-würdig-keiten, die jeder Einzelne von uns …mitbringt.

…Grundlage unserer Arbeit ist das Menschenbild Rudolf Steiners,...

…Anthroposophie heißt für uns, sich mit ihren Erkenntnissen und Möglichkeiten in das Geschehen unserer Zeit zu stellen. Der anthroposophische Weg ist Wandlungen unterworfen. Daran wollen wir aktiv mitarbeiten, indem wir uns in einem lebendigen Erkenntnisprozess

• Mit den geistigen Geschehnissen der Vergangenheit
• Den Notwendigkeiten der Gegenwart und
• Den Anforderungen der Zukunft
auseinandersetzen.

…Gesunde Entwicklung braucht gesunde Grundlagen in Ernährung und Umgebung.
…Ziel, die ökologische Ausrichtung … und die harmonische Gestaltung ihres Anwesens zu verwirklichen…

…Wichtig ist uns dabei, dass die Bewohner ihre Persönlichkeit entfalten können. In einer Umgebung, in der ihre Fähigkeiten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Eigenarten gesehen und gefördert werden, ermöglichen wir ihnen weitestgehende Selbständigkeit.

…Eltern und Angehörige sind die Partner und Berater in den Lebensfragen.

…Wir sind eine offene Einrichtung und ein Teil der Dorfgemeinschaft Ovelgönne…

…Die Einrichtung will sich auf die wandelnden Bedürfnisse und Fähigkeiten der älter werdenden Bewohner einstellen.

 

 

Auszüge aus dem Leitbild der Werkstatt:

...geht es in unserer Arbeit darum, Arbeitszusammenhänge zu gestalten, in denen alle Beschäftigten gleichermaßen wertgeschätzt werden unabhängig von Begabungen, Fähigkeiten, Schwächen und Stärken,… Es geht darum, eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der jeder seinen individuellen Beitrag leistet und wertgeschätzter Teil eines gemeinsamen Prozesses ist.

…behinderte und nicht behinderte Beschäftigte arbeiten hier… Hand in Hand zusammen. Alle sind gestaltender Teil in einem gesellschaftlichen Kontext.

…Allen Beschäftigten ist die Wichtigkeit guter Arbeitsergebnisse bewusst und alle bemühen sich, zum Erfolg des Unternehmens und zur Verwirklichung unserer Ziele beizutragen.

…Wir verstehen uns als ein Teil einer pluralen Arbeitswelt und tragen unseren Teil zu einem dörflichen infrastrukturellen Gesamtgefüge bei.

…Durch die bewusst gewählte Überschaubarkeit … sind alle miteinander vertraut. Anleitung, Begleitung und Betreuung finden in einem vertrauensvollen und wertschätzenden Umfeld statt.

…Wir nutzen die wertvolle und sachkundige Mitarbeit der Angehörigen zum Wohle der behinderten Mitarbeiter/innen.

…In einer ländlich strukturierten Gegend ist es unerlässlich, guten Kontakt zu den umliegenden Betrieben zu halten bzw. zu entwickeln.

…Selbstbestimmung und Fürsorge sehen wir nicht als Gegensätze, sondern als Verhältnisfragen.
Die Kernaufgabe unserer sozialtherapeutischen Arbeit sehen wir daher in einem sorgfältigen Austarieren der Relation zwischen der notwendigen "Sorge", sowie den Selbstbestimmungsprozessen der Werkstattbeschäftigten.
"Wir müssen die Bedingungen schaffen, dass der behinderte Mensch seine ihm eigene angemessene Arbeits- und Lebenswelt schaffen kann und nicht fortgesetzt davon ausgehen, dass wir besser wissen, was er braucht". (Karl König 1962)

Dieses Leitbild ist nicht statisch.
Es wird sich mit den Menschen der Ovelgönner Werkstätten und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern und weiterentwickeln.