Was uns trägt


Das bewusste Leben mit dem Jahreslauf trägt in seinen Festen und Riten unsere Gemeinschaft durch die Zeit.

Immer wiederkehrende Rituale können Sicherheit, Orientierung und Struktur bieten. Der für die meisten  am überschaubarsten aller bögenspannenenden großen Läufe ist das Jahr mit seinen in der Natur zu spürenden Veränderungen der Jahreszeiten. Begleitend werden die Jahresfeste von uns Menschen in der Ovelgönner Mühle gestaltet und gefeiert. Vom Traumlied des Olav Osteson am Jahresbeginn über die Osterfeierlichkeiten im Frühjahr zum wichtigen Fest zu Beginn des Sommerhalbjahres, dem Johannifest. Der Spätsommer ist geprägt durch Ernte und goldenes Licht. Zu Beginn der Herbstzeit begegnet uns St. Martin und dann St. Michael in der Michaelifeier. Das Jahr endet in der Adventszeit und dem Weihnachtsfest.



Begleitet werden die großen Feste von vielen kleinen Feierlichkeiten, welche ebenfalls den Charakter von immer wiederzufindender Struktur in sich tragen. Allen voran der tägliche Morgenkreis und Abendkreis.

„…immer wiederzufindender Struktur…“ heißt nicht, dass immer alles gleich ist und bis ans Ende aller Tage festgeschrieben steht. Wir scheuen uns nicht, immer wieder gemeinsam zu schauen, ob uns unsere Feste noch tragen, ob sie noch die der Seele kraftspendenden Stützbalken sind, die sie einst waren oder ob sie eher zu Gewohnheiten geworden sind, mit welchen sich z.B. neue Menschen in der Gemeinschaft nur schwer verbinden können. So bleiben unsere Feste lebendig, und alle fühlen sich durch die Mitgestaltung stärker verbunden.