Die Konzepte der Stiftung Lebensräume

 

Werkstatt

In den Dienstleistungsbereichen Hotel, BurgdorfLaden, Hausmeisterei, Wäscherei und Küche erleben die Menschen mit Behinderungen sich nicht nur wie sonst häufig als Nehmender, sondern als Gebender. Sie haben unmittelbaren Kontakt zu Gästen und Kunden. Die Arbeitsprozesse beim Herstellen von handgezogenen Bienenwachskerzen, Keramik- und Batikartikeln sind von der Entstehung bis hin zum fertigen Produkt nachvollziehbar. Die Freude und Zufriedenheit über das Geschaffene haben einen hohen Stellenwert in unseren Arbeitsbereichen und stärken das Selbstwertgefühl Das Material sowie die Arbeitsgesten können heilend wirken.
Nach unserem Verständnis haben Menschen mit (geistiger) Behinderung eine große Bedeutung für die Entwicklung von sozialen Prozessen innerhalb unserer Gesellschaft. Die Arbeitsprozesse sind so strukturiert, dass die Teilnehmer den Sinn ihrer Tätigkeit nachvollziehen können und sich als wertvolles Mitglied der Gesellschaft wahrnehmen können. Die Tätigkeiten orientieren sich an den individuellen Entwicklungsmöglichkeiten und Neigungen jedes einzelnen Teilnehmers. Durch die bewusst gewählte Überschaubarkeit der Ovelgönner Werkstätten sind alle miteinander vertraut. Anleitung, Begleitung und Betreuung finden in einem vertrauensvollen und wertschätzenden Umfeld statt.
Die Ausbildungsinhalte orientieren sich an den Werker- bzw. Helferausbildungen. Sie sollen ein gelingendes Menschsein als Individuum wie auch in der Gemeinschaft ermöglichen.

Die Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle ist zugelassener Träger für REHA – spezifische Maßnahmen – Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben (AZAV).

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Wohnen

Präambel
Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein Grundrecht jedes Menschen. Der Wohnraum sollte deshalb den individuellen Bedürfnissen jedes Menschen entsprechen. In seinem Wohnumfeld soll der Mensch (mit Behinderung) Möglichkeiten zur individuellen Lebensgestaltung, aber auch Schutz und Geborgenheit finden.

Lebensort Ovelgönner Mühle
Seit 1990 ist die Ovelgönner Mühle der Ort einer Lebensgemeinschaft von und mit zur Zeit 26 erwachsenen Menschen mit einer geistigen Behinderung. Auf dem Mühlengelände gibt es ein "Mehrfamilienhaus" mit kleinen Wohnungen für 2 bis 4 Personen, ein Haus mit 2 Wohneinheiten, in dem 3 Frauen leben, ein Haus mit barrierefreien Appartements, großzügigen Gemeinschaftsbereichen und einem Saal. Herzstück ist der Mühlturm mit einer Wohnung für 2 Personen, sowie Raum für kreatives Tun.

Außengruppe Wohntraining
Sie befindet sich in einem Zweifamilienhaus im Ortszentrum von Ovelgönne. Hier wohnen Menschen, die in der Lebensgemeinschaft Kompetenzen erworben haben für ein noch stärker selbstverantwortliches Leben. Die "Außengruppe Wohntraining" bietet die Chance, sich in einem begleiteten Rahmen auszuprobieren.

Ambulant betreutes Wohnen
Das ambulant betreute Wohnen ist ein Angebot, das Menschen mit einer geistigen Behinderung Hilfestellung und Begleitung beim Leben in einer eigenen Wohnung gibt. Ziel dieses Angebotes ist es, den Menschen mit Behinderung eine größtmögliche Selbständigkeit in seiner Lebensführung in eigener Häuslichkeit zu ermöglichen.

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